Festival der Regionen
Orte in Oberösterreich, 2011-2017
Das Festival der Regionen ist eines der profiliertesten zeitgenössischen Kultur- und Kunstfestivals in Oberösterreich. Es findet seit 1993 alle zwei Jahre an wechselnden Orten im Bundesland statt und hat sich seither zu einer Schwerpunktveranstaltung für aktuelle, ortsspezifische Kunst und Kultur entwickelt.
2017 „Ungebetene Gäste“
Marchtrenk
30. Juni bis 09. Juli
Das Festival der Regionen machte 2017 Station in Marchtrenk, einer Gemeinde, die seit jeher durch Dynamik und demografische Bewegung geprägt ist. Unter dem Motto UNGEBETENE GÄSTE wurden Aspekte des Flüchtens und der Bewegung, der Gastfreundschaft und des Ressentiments sowie dem künstlerischen Umgang damit thematisiert.
2015 „Schichtwechsel – Hackeln in Ebensee“
Ebensee
19. bis 28. Juni
Das Festival der Regionen übernahm für zehn Tage die kulturelle Schichtarbeit in Ebensee. „Schichtwechsel – Hackeln in Ebensee“ lautete das Motto, das sich in vielschichtiger Weise mit Motiven der Arbeit, der Kultur und des Zusammenlebens in der klassischen Arbeiterhochburg auseinandersetzte. Das Thema kreiste hauptsächlich um verschiedene Facetten des Arbeitens in ihren sinnreichen wie absurden Reflexionen und Ausformungen.
34 Projekte aus den Bereichen Kunst, Performance, Theater, Tanz, Film, Zeitgeschichte, Literatur und Wissenschaft ergaben in ihrer Gesamtheit ein lebendiges multidisziplinäres Festivalprogramm. Ein guter Teil der Projekte kam aus der Region – viele Vereine, Institutionen und engagierte Einzelpersonen aus Ebensee beteiligten sich an künstlerischen Prozessen.
2013 „Umgraben“
Eferding
07. bis 16. Juni
Von 7. bis 16. Juni beackerte das Festival Österreichs drittälteste Stadt, Eferding. Unter dem Motto „Umgraben“ wurde ein dichtes und vielfältiges Programm mit 38 zeitgenössischen Kunst- und Kulturprojekten und 110 Veranstaltungen gestaltet. An die 600 Personen wirkten an den Projekten mit. Das Festival ist den Eferdingerinnen und Eferdingern gewidmet. Alle Motive und Interventionen bezogen sich auf Geschichte und Geschichten, auf gesellschaftliche Verhältnisse und Strukturen der Region. Dabei sollten ungewöhnliche Perspektiven auf das Gewohnte hervorgerufen und ein nahrhafter Boden für neue künstlerische Pflanzungen samt ihren seltsamen Gewächsen und hybriden Mutationen aufbereitetet werden.
2011 „Umsteigen“
Attnang-Puchheim
22. Juni bis 03. Juli
Das Festival der Regionen 2011 erklärte die klassische Eisenbahner- und Umsteigerstadt Attnang-Puchheim zum temporären Kulturdistrikt und feierte ein großes Fest der Künste im Ambiente des Bahnhofs und im anliegenden Stadtraum.
Mit vielfacher und vielfältiger Beteiligung lokaler schöpferischer Kräfte fokussierte das Festival alle möglichen Facetten des Umsteigens, die wechselvolle Geschichte des Ortes und Fragen nach Gastfreundschaft in krisenhafter Stimmung. Musik, Theater, Performance, Bildende Kunst, soziale und urbane Interventionen bildeten die Komponenten für ein zeitlich und räumlich verdichtetes Programm, das von weit über hundert Künstlerinnen und Künstlern, Gruppen und Ensembles gestaltet wurde.